Infos Saatguttütchen
Lebensdauer
Einjährige Pflanzen
Einjährige Pflanzen sind nicht frostfest und überstehen deshalb den Winter nicht. Die Samen von einjährigen Wildblumen sorgen aber im nächsten Jahr für neue Pflanzen, wenn du die verblühte Blume lange genug stehen lässt, damit sie sich selbst versamen kann.
Zweijährige Pflanzen
Zweijährige Pflanzen haben einen Lebenszyklus von zwei Jahren. Zweijährige Wildblumen bilden im ersten Jahr vor allem Blätter und überwintern meist als flache Blattrosette oder in Knospen. Im zweiten Jahr blühen sie, bilden Samen und sterben danach ab. Auch hier kommen im nächsten Jahr neue Pflanzen aus den Samen.
Mehrjährige Pflanzen
Mehrjährige Pflanzen überdauern mehrere Jahre, brauchen aber häufig länger, um in ihre volle Pracht zu wachsen. Mehrjährige Wildstauden bilden häufig im ersten Jahr nach der Aussaat nur eine Blattrosette. An der Blüte könnt ihr euch dann ab dem zweiten oder dritten Jahr erfreuen. Viele Gärtner pflanzen deshalb im ersten Garten- oder Balkonjahr neben mehrjährigen Pflanzen auch einjährige Wildblumen, damit es schon im ersten Jahr wunderschön blüht.
Weitere Eigenschaften
Heimisch
Als heimisch gelten Pflanzen, die ohne menschliches Zutun in Mitteleuropa entstanden oder von Natur aus eingewandert sind. Stichtag ist historisch das Jahr 1492 (Beginn des weltweiten Handels). Diese Pflanzen sind perfekt an unser Klima und unsere Böden angepasst. Sie bilden das lebenswichtige Fundament für unsere Tierwelt, da viele heimische Insekten, Vögel und andere Organismen auf sie als Nahrungsquelle spezialisiert sind.
Wildform
Die Wildform ist die Pflanze in ihrer ursprünglichen, unveränderten Naturform – genau so, wie sie seit Jahrtausenden im Wald oder auf der Wiese wächst. Der Unterschied zu Gartensorten: Im Handel gibt es oft Züchtungen heimischer Pflanzen. Diese haben oft veränderte Farben oder „gefüllte“ Blüten. Warum die Wildform zählt: Nur die echte Wildform bietet der heimischen Tierwelt (wie spezialisierten Wildbienen) den optimalen Zugang zu Nektar und Pollen. Zuchtsorten sind für Insekten häufig nutzlos.
Standort: Boden
Durchlässiger Boden
Ein sandiger Boden (duchlässig) ist locker und rieselig. Oft enthält er auch kleine Stein- oder Kiesanteile und lässt Wasser schnell versickern. Dadurch trocknet er rascher aus.
Humos
Ein humoser Boden ist dunkel, krümelig und reich an organischer Substanz. Er speichert Wasser gut und ist meist gut durchlüftet.
Lehmig
Ein lehmiger Boden fühlt sich schwerer an und speichert Wasser besonders gut. Bei Nässe kann er klebrig wirken, bei Trockenheit fest werden.
Nährstoffarm
Ein nährstoffarmer Boden enthält nur wenige Nährstoffe. Hier fühlen sich vor allem Pflanzen wohl, die an magere Standorte angepasst sind.
Normal
Ein normaler Boden ist ausgewogen mit Nährstoffen versorgt – weder besonders mager noch stark angereichert. Viele Wildstauden kommen mit diesen Bedingungen gut zurecht.
Nährstoffreich
Ein nährstoffreicher Boden enthält viele Nährstoffe durch Dünger oder Kompost. Hier fühlen sich besonders Pflanzen wohl, die einen hohen Nährstoffbedarf haben.
Standort: Licht
Sonne
Ein sonniger Standort bekommt viele Stunden direkte Sonne – meist sechs Stunden oder mehr pro Tag. Hier fühlen sich Pflanzen wohl, die viel Licht und Wärme benötigen.
Halbschatten
Ein halbschattiger Standort bekommt nur zeitweise direkte Sonne – etwa morgens oder nachmittags – ist aber insgesamt hell. Viele Pflanzen kommen mit diesen Bedingungen gut zurecht.
Schatten
Ein schattiger Standort bekommt nur wenig oder gar keine direkte Sonne. Hier wachsen vor allem Pflanzen, die mit wenig Licht auskommen.
Standort: Bodenfeuchte
Trocken
Der Boden trocknet nach Regen schnell wieder ab und speichert nur wenig Wasser. Besonders im Sommer kann er längere Zeit trocken sein. Hier wachsen Pflanzen, die mit wenig Wasser gut zurechtkommen.
Frisch
Der Boden ist gleichmäßig leicht feucht, trocknet aber zwischenzeitlich oberflächlich ab. Er ist weder dauerhaft nass noch lange trocken. Viele Gartenpflanzen fühlen sich unter diesen Bedingungen wohl.
Feucht
Der Boden speichert Wasser gut und bleibt über längere Zeit feucht. Er kann an der Oberfläche antrocknen, trocknet aber selten vollständig aus. Staunässe entsteht jedoch nicht dauerhaft. Hier gedeihen Pflanzen, die eine gleichmäßige Wasserversorgung bevorzugen.
Keimeigenschaften
Lichtkeimer
Lichtkeimer brauchen Licht, um keimen zu können. Sie werden nur auf die Erde gestreut und leicht angedrückt. Nicht oder nur hauchdünn mit Erde bedeckt.
Warmkeimer
Warmkeimer benötigen zum Keimen relativ hohe Temperaturen, meist zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Erst wenn sich der Boden im Frühjahr ausreichend erwärmt hat, beginnt die Keimung.
Kaltkeimer
Kaltkeimer brauchen eine längere Kälteperiode, bevor sie keimen können. Diese Pflanzen keimen bewusst erst nach mehreren Wochen Kälte – ein wirksamer Schutz davor, im Herbst zu keimen und den Winter nicht zu überstehen.
Dunkelkeimer
Diese Samen keimen am besten im Dunkeln. Sie sollten mit Erde bedeckt werden – meist etwa ein- bis zweimal so tief, wie der Samen groß ist. Liegen sie zu offen, trocknen sie schneller aus oder keimen schlechter.
Tipp für die Aussaat
Nach der Aussaat entscheidet die Feuchtigkeit oft über Erfolg oder Misserfolg.
Der Boden sollte ständig leicht feucht, aber nicht klatschnass gehalten werden. Das ist besonders wichtig in den ersten 4–5 Wochen (Keimphase + erste Blätter).
Am besten gießt du mit einer feinen Brause, damit Samen nicht weggespült werden. Wenn du deine Pflanze vorziehst, kannst du dazu eine Sprühflasche nutzen.